Amnesty International Gruppe Saarbrücken
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am 6. Februar 2007

Motiviert durch das große Interesse an der Podiumsdiskussion vom 6. September in Saarbrücken zur Verfolgung der Baha'i im Iran veranstaltete Amnesty International Trier einen zweiten Informationsabend zum Thema im Palais Walderdorff in Trier. Dr. Busch von der Baha'i Gemeinde führte noch einmal eindringlich die Repressionen vor Augen, denen die Releigionsgemeinschaft im Iran ausgesetzt ist. So berichtete er z.B. davon, dass Baha'i, die heiraten wollen, sich nach der Sharia der Unzucht strafbar machen, da es keine standesamtliche Trauung im Iran gibt, sondern ausschließlich eine religiöse Eheschließung. Die Religion der Bahai' ist aber nicht von der Regierung anerkannt (dies sind nur der Islam, das Judentum und das Christentum) und somit ist es Mitgliedern der Baha'i unmöglich regulär eine Ehe zu schließen.

Lebt ein Paar trotzdem zusammen, so ist dies nach der Sharia zu bestrafen. Dies führt zu einem Leben in ständiger Angst und Unsicherheit. Daneben wird den Baha'i systematisch die Lebensgrundlage entzogen, indem unbegründete Kurzzeitinhaftierungen erfolgen. Frei gelassen werden Baha'i in diesen Fällen nur gegen eine Sicherheitszahlung, die in der Überschreibung ihres gesamten Besitzes an die Regierung besteht.
Frau Schmitt-Leonardy von Amnesty Saarbrücken schilderte im Anschluss einige bedrückende und alarmierende Fälle von Menschrechtsverletzungen an den Baha'i, stellte aber auch deutlich heraus, dass Amnesty International Informationen vorliegen, nach denen die iranische Regierung eindeutig erklärt hat, die Baha'i systematisch verfolgen zu wollen.

Die Gäste der Veranstaltung setzten sich im Anschluss an die beiden Vorträge sofort für eine Verbesserung der Menschrechtslage im Iran ein, indem sie eine Eilaktion von AI unterzeichneten. Darin ging es um die drohende Hinrichtung mehrer Männer.
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