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Podiumsdiskussion zum Internationalen Frauentag 2007

am 08. März 2007

Amnesty International Saarbrücken lud am 08. März 2007 ab 19.00 Uhr ins Filmhaus Saarbrücken ein. Im Rahmen des Internationalen Frauentages wurde die Podiumsdiskussion mit dem Titel "Häusliche Gewalt - Keine Privatsache, sondern eine Menschenrechtsverletzung" vor einem zahlreichen Publikum von Martin Kerz (amnesty international, Saarbrücken) eröffnet.

(v.l.n.r.) M. Kerz, A. Kerz, M. Ernst, J.-F. Zeck, S. Kräuter-Stockton
(v.l.n.r.) M. Kerz, A. Kerz, M. Ernst, J.-F. Zeck, S. Kräuter-Stockton

Annika Kerz (amnesty international, Saarbrücken) beschrieb das Problem der häuslichen Gewalt als ein internationales Thema, das Frauen auf der ganzen Welt betrifft. Auf dem Spiel stünden die grundlegendsten Menschenrechte: das Recht auf physische und psychische Unversehrtheit, das Recht auf Freiheit und Sicherheit, das Recht auf Gesundheit, das Recht auf Freiheit vor Folter oder anderer erniedrigender Behandlung – und nicht selten das Recht auf Leben. Ausgangspunkt der Kampagne von Amnesty International sind die Verpflichtungen des Staates, gegen häusliche Gewalt aktiv zu werden. Zehn Dimensionen dieser Verpflichtung sind im Dokument «Standards für staatliches Handeln im Bereich häusliche Gewalt» von Amnesty International zusammengefasst.

(v.l.n.r.) A. Kerz, M. Ernst, J.-F. Zeck, S. Kräuter-Stockton
(v.l.n.r.) A. Kerz, M. Ernst, J.-F. Zeck, S. Kräuter-Stockton

Marion Ernst (Koordinierungsstelle häuslicher Gewalt, Justizministerium), Sabine Kräuter-Stockton (Staatsanwältin, Saarbrücken) und Jürgen Felix Zeck (Opferschutzbeauftragter des saarländischen Innenministerium) gewährten einen Einblick in die Zusammenarbeit aller Ebenen des Staates, die gerade in den letzten Jahren vorangetrieben wurde. Häusliche Gewalt als Menschenrechtsverletzung wahrzunehmen heisst, die Verhinderung von häuslicher Gewalt nicht mehr als ein Privatproblem der betroffenen Paare und Familien oder gar als «Frauenfrage» zu verstehen, sondern als öffentliche Aufgabe, die alle etwas angeht. Dies ist ein Anliegen, das die Refrenten seit Jahren mit ihrem Engagement und ihrer Öffentlichkeitsarbeit vorantrieben. Im Anschluss wurde der Film "Öffne meine Augen" (Te Doy Mis Ojos; Spanien 2003) gezeigt, ein Beziehungsdrama über häusliche Gewalt in Spanien, das eindrücklich die Situation von Frauen zeigt, die Opfer von Gewalt in der Ehe werden. Weitere Informationen finden Sie hier.

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